Kann LSD als Therapiemittel gegen PTSD eingesetzt werden?

LSD programmiert das menschliche Hirn neu

Die psychoaktive Substanz LSD bzw. Lysergsäurediethylamid gilt in Verbindung mit einer Psychotherapie als potentielles Therapiemittel gegen Depressionen, Angststörungen, Alkoholsucht, Phobien und PTSD ( Post Traumatic Stress- disorder) bzw. PTBS ( Posttraumatische Belastungsstörung). Das Halluzinogen dient gepaart mit einer psychotherapeutischen Behandlung als maßgeblicher ” Katalysator”, der das Gehirn umprogrammiert, negative Reize dämpft und für außergewöhnliche Denkansätze sensibilisiert. Demnach erlangen Patienten im Zuge eines professionell begleiteten LSD- Trips wegweisende Einsichten, die individuelle Problemfelder betreffen.

Verantwortlich hierfür ist die spezifische Wirkungsweise von LSD. Das Halluzinogen, das nicht abhängig macht und für Menschen ohne psychische Vorerkrankung gesundheitlich unbedenklich ist, interagiert mit 2 A- Serotoninrezeptoren. Die zielgerichtete Modulation derartige Bindungsstellen, die Teil der menschlichen Hirnareale sind, fördern die Zellkommunikation unterschiedlicher Hirnregionen. Hierbei treten insbesondere Regionen des menschlichen Gehirns in Kontakt, die in der Regel keine Informationen austauschen. Zudem hemmen derartige Mechanismen die Aktivität der Amaygdala; einer Hirnregion, die für die Emotionssteuerung verantwortlich ist und als hirneigenes Angstzentrum gilt.

LSD- Trip gepaart mit Psychotherapie als Schlüssel zur Wahrnehmungsveränderung

Die Prozesse, die die LSD- Einnahme forciert, wirken angstlösend und wahrnehmungsverändernd. LSD trägt demnach zu einer objektiv angemessenen Reaktion der Patienten auf unterschiedliche Reize bei, sodass Patienten angstauslösende Reize nicht an eine überhöhte Bedeutung koppeln. Die Substanz Lysergsäurediethylamid reguliert daher die Bedeutungszuschreibung und setzt das erlebte Empfinden herab. Folglich fungiert das Halluzinogen als Instrument gegen objektiv übertriebene Bedeutungszuschreibungen.

Aufgrund der charakteristischen Wirkungsweise eignet sich LSD tatsächlich als adäquates Therapiemittel gegen das Krankheitsbild PTBS bzw. PTSD. Subjektiv traumatisierende Situationen begünstigen grundsätzlich das Posttraumatische Belastungssyndrom. In der Regel bergen primär traumatisierende Ereignisse, die durch menschliches Handeln forciert sind wie etwa Kriegserfahrungen oder Vergewaltigungen, das Risiko für die Entstehung des Krankheitsbildes PTBS. Flashbacks, Alpträume, Lethargie, Vermeidungssymptome und vegetative Übererregtheit zählen zu den krankheitsspezifischen Merkmalen, die PTBS prägen. Zusätzlich fördert PTBS depressive Episoden, Suchtverhalten, Phobien und Angststörungen.

Ein LSD- Trip flankiert mit einer psychotherapeutischen Behandlung senkt die Bedeutungszuschreibung im Zuge des imaginären Wiedererlebens bzw. der Flashbacks und reguliert das Bedeutungserleben. Ergänzend stimuliert LSD das Dopamin D2 – System, verändert die Hirnaktivität und forciert ein hirneigenes ” Reset”. LSD ist demnach eine sinnvolle Ergänzung zur Behandlung von PTBS.

Inzwischen gibt es legale LSD Derivate die frei erhältlich sind – mehr dazu hier: LSD kaufen.

Hier noch abschließend ein passender TED Talk zu der ganzen Thematik (unbedingt ganz angucken!):

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